Wie werde ich Steuerberater?

Der Beruf Steuerberater wird häufig immer noch als recht trocken und langweilig beschrieben. Dabei ist er extrem vielseitig – und in Corona-Zeiten wohl gefragt wie selten zuvor.

Für viele Arbeitnehmer wird der Corona-Lockdown im März 2020 beruflich als Phase der Entschleunigung in Erinnerung bleiben. Für Steuerberater in Deutschland gilt dies weniger: neben administrativen Herausforderungen wie Anträgen auf Kurzarbeitergeld, Stundungen und Herabsetzungen von Steuervorauszahlungen müssen laufend neue Maßnahmen und Gesetze berücksichtigt werden. Neben existenziellen Nöten von Mandanten, die keinen Aufschub vertragen, kommen täglich neue Fragen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells auf.

Die Steuerberaterung ist gefragt wie nie – und trotzdem kämpft die Branche derzeit mit Nachwuchssorgen. Nach einem stetigen, leichten Anstieg in den Jahren 2011 bis 2015 ging die Zahl der Auszubildenden zum Stichtag 31. Dezember 2018 um ein Prozent zurück, um im darauffolgenden Jahr wieder um 1,2 Prozent (17.891) zu steigen. Auch wenn die Steuerberatung krisensicher ist, lässt das Image oftmals nach wie vor zu Wünschen übrig. Zu Unrecht, erklärt Uwe Diekmann, Geschäftsführer der GDS GmbH mit Standorten in Köln, Wesseling und Overath:

Bei kaum einem anderen Ausbildungsberuf ist die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung so signifikant wie bei der Ausbildung zum Steuerberater. Wer Steuerberater werden will, sollte sich schon Jahre vorher darauf vorbereiten und seine Karriereplanung darauf ausrichten. Von der Prüfung zum Steuerfachangestellten über die Fortbildung zum Steuerfachwirt bis hin zum Steuerberater-Examen vergehen etwa 10 Jahre. Diese hohen Anforderungen ermöglichen gute Aufstiegschancen und die Möglichkeit, in einer besonderen Vertrauensstellung und einem Beruf tätig zu sein, der höchstes Know-how benötigt.

 

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Wer Steuerberater werden will, hat unterschiedliche Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Nach Abschluss der Schulzeit kann zwischen einem Hochschulstudium (Wirtschafts-, oder Rechtswissenschaften oder Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung) oder einer kaufmännischen Berufsausbildung (z.B. Steuerfachangestellter oder eine andere gleichwertige Ausbildung) gewählt werden. Wird das Hochschulstudium in Regelstudienzeit (weniger als 4 Jahre) beendet, folgt eine 3-jährige praktische Tätigkeit, bei einer Regelstudienzeit von mehr als 4 Jahren folgt eine 2-jährige praktische Tätigkeit. Nach Abschluss einer kaufmännischen Berufsausbildung dauert die praktische Tätigkeit 10 Jahre oder bei erfolgreicher Prüfung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter 7 Jahre.

Das Steuerrecht ist komplex und setzt eine lebenslange Lernbereitschaft voraus. Zudem erfordert der Beruf ein hohes Maß an Integrität, häufig entwickelt sich ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Steuerberater und Mandant. Die sich stetig ändernden Gesetzgebungen, Rechtsprechungen und Entwicklungen in der Verwaltungspraxis gestalten den Kanzleialltag dynamisch und spannend.

Allgemeine Informationen zum Beruf des Steuerberaters finden Sie auf der Website der Bundessteuerberatungskammer www.bstbk.de

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